Geld & Finanzen

Börsenregeln

Mit dem Auf und Ab an der Börse richtig umgehen. Schon viele Investoren mussten die eine oder andere bittere Pille schlucken. Doch so manche böse Überraschung lässt sich vermeiden, wenn der Anleger einige bewährte Regeln beachtet. Damit Sie als Aktionär in Zukunft ruhig schlafen können, sollten Sie einige der wesentlichsten Börsenregeln beachten.

Legen Sie nur Geld an, das Sie langfristig übrig haben
Ihr “Notgroschen” ist an der Börse nicht richtig aufgehoben. Auch nicht Beträge, die sie zu einem festen Stichtag wieder benötigen. Aktien, Indexzertifikate, Anleihen und Fonds sind nur dann die richtige Anlageform, wenn Ihnen das Geld hierfür langfristig zur Verfügung steht. Und zwar mindestens für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

Nie alles auf eine Karte setzen
Es ist recht unwahrscheinlich, dass die unterschiedlichen Anlageklassen des globalen Finanzsystems gleichzeitig einbrechen oder schwach laufen. Wenn man sein Geld auf verschiedene Anlagen “diversifiziert”, werden Kursrückgänge bei einzelnen Werten oder Märkten von besser laufenden Papieren aufgefangen.

Schwache Börsenzeiten aussitzen
Nach der Logik der Finanzmärkte erholt sich fast jede Anlage irgendwann wieder. Der Bundesverband deutscher Investmentgesellschaften (BVI) kann mit seinen Statistiken belegen, dass das Verlustrisiko gegen Null geht, wenn man sein Geld 15 Jahre und mehr im Depot belässt. Kostolany und seine berühmte Schlaftabletten-Strategie lässt grüßen. Diese gilt in erster Linie aber für nach Möglichkeit global anlegende Investmentfonds. Bei der Anlage in einzelne Wertpapiere ist es weit schwerer, die Erfolgsstory zu belegen. Dennoch kann man im Prinzip festhalten: Langer Zeitraum, sinkendes Risiko. Nehmen Sie daher keine Panikverkäufe vor, sofern die ausgewählten Papiere fundamental in Ordnung erscheinen. Das ist allerdings kein Plädoyer für blindes Festhalten an falschen Anlageentscheidungen.

Gewinne laufen lassen, Verluste realisieren
Halten Sie sich immer vor Augen, was Sie verlieren, weil Ihr Geld nicht in einer gut laufenden Anlage steckt, sondern in einer schlechten - diese Alternativrechnung fällt schnell vernichtend aus. Das bedeutet: Wenn es gut läuft, nicht unbedingt verkaufen; aber unbedingt verkaufen, sobald die Verluste die persönliche Schmerzschwelle überschreiten. Denken Sie immer daran: Ist ein Papier um 50 Prozent gefallen, muss es von dieser neuen Basis aus um 100 Prozent steigen, um wieder den alten Kurs zu erreichen. Und Kursverdoppelungen brauchen Ihre Zeit.

Kaufen Sie nie Aktien auf Kredit
Bröckeln die Kurse, ist Ihre Geldanlage weniger wert. Ihr Darlehen bleibt aber in voller Höhe bestehen - Ihre Bank will alles zurück! So mancher hat auf diese Weise schon Haus und Hof verloren. Selbst als erfahrener Anleger sollten Sie niemals Aktien auf Kredit kaufen.

Infos zum Autor "mw":

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