Geld & Finanzen

Einführung in die Technischen Analyse

Die Advance-Decline-Linie (ADL-Linie) gibt Auskunft über die Marktbreite eines Index. Hierzu wird die Anzahl der gestiegenen Aktien eines Index genommen und davon die Anzahl der gefallenen Titel abgezogen. Dieser Wert wird täglich ermittelt und fortgeschrieben. Wenn nun der Index steigt und die ADL-Linie fällt, so bedeutet dies, dass die Kursavancen des Index von nur wenigen Werten getragen werden, was als Warnsignal gilt.
Der Gleitende Durchschnitt ist das Arithmetische Mittel eines bestimmten Zeitraumes, zum Beispiel von 200 Börsentagen. Hierbei werden die Kurse der vergangenen 200 Börsentage aufaddiert, durch 200 geteilt und im Chart grafisch dargestellt. Die so gewonnene Kurve gibt den Kursverlauf in geglätteter Form wieder und zeigt die größere Trendrichtung an.
Mit MACD bezeichnet man einen Indikator, der die Trendrichtung anzeigen soll. Dieser besteht aus zwei Linien. Der eigentliche MACD und seine Signallinie. Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn der MACD seine Signallinie von unten nach oben schneidet. Umgekehrt entsteht ein Verkaufssignal. Gute Ergebnisse liefert der MACD auf wöchentlicher Basis.
Der Relative-Stärke-Index (nach Wilder) mißt die Dynamik des Marktes. Dreht er im überkauften Bereich nach unten, ist dies oft ein Indiz dafür, dass eine Korrektur bevorsteht. Dagegen ist eine Erholung zu erwarten, wenn der RSI in der überverkauften Zone nach oben dreht. Er ist speziell für seitwärts gerichtete Märkte geeignet.
Der Stimmungsindikator basiert auf der Annahme, dass die Mehrheit der Anleger meist schief liegt. Er signalisiert, wenn Anleger zu optimistisch sind. Das wird als Warnsignal gewertet. Umgekehrt bestehen Hoffnungen auf einen Kursanstieg, wenn die Marktteilnehmer zu pessimistisch gestimmt sind.
Die Stochastik ist ein Überkauft-Überverkauft-Indikator, der vor Übertreibungen warnt. Ein Wert im überkauften Bereich bedeutet, dass der Kurs zu stark gestiegen ist. Dagegen besagt ein Wert in der überverkauften Zone, dass der Kurs zu stark gefallen ist.
In die Berechnung des Timing-Indikators (TI) fließen die Anzahl der gestiegenen und gefallenen Aktien sowie ein Gleitender Durchschnitt des Index ein. Gefahr droht, wenn sich der Indikator im überkauften Bereich befindet. Umgekehrt besteht Hoffnung, wenn der TI überverkauft ist und der Indikator nach oben dreht.
Ein Aufwärtstrend ist durch steigende Hoch- und Tiefpunkte definiert. Legt man eine Gerade an die Tiefpunkte an, so entsteht eine Aufwärtstrendlinie. Ein Abwärtstrend ist durch fallende Hoch- und Tiefpunkte gekennzeichnet. Verbindet man die fallenden Hochpunkte durch eine Gerade, entsteht eine Abwärtstrendlinie.
Bei Kerzencharts oder Candlesticks wird jede Handelsperiode wird in Form eines Candlesticks dargestellt. Man unterscheidet zwischen weißen und schwarzen Kerzen. Die Farbe des Körpers gibt Aufschluß über die Differenz aus Eröffnungs- und Schlusskurs. Liegt der Schluss- über dem Eröffnungskurs, ist die Kerze weiß. Im umgekehrten Fall ist die Kerze schwarz. Striche verbinden den Körper mit dem höchsten und dem tiefsten Kurs der Handelsperiode. Sie heißen obere beziehungsweise untere Schatten.

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Eine Reaktion zu “Einführung in die Technischen Analyse”

  1. Charttechnik

    […] vertrauen heutzutage mehr denn je der Technischen Analyse. Der Markt nimmt Konjunkturzyklen und Meldungen über Unternehmen meist vorweg, lautet ihr Credo. […]

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