Gleitender Durchschnitt
Der gleitende Durchschnitt ist ein Begriff aus der Charttechnik. Nehmen wir den Kursverlauf des DAX während der letzten 38, 100 oder 200 Börsentage und stellen wir zunächst die täglichen Mittelwerte des DAX als eine laufend fortgeführte Reihe während der genannten Periode dar.
Es werden einfach die DAX-Stände der letzten 38 oder 200 Tage addiert und dann durch 38 beziehungsweise 200 geteilt. Am nächsten Börsentag fällt der älteste Kurswert, also der mittlerweile 39. Tag oder 201. Tag weg. Dafür wird der aktuelle DAX-Kurs des laufenden Börsentages in die Reihe eingebaut. Hierdurch glätten sich kurzfristige Kursschwankungen, und man kann den allgemeinen Trend erkennen. Je länger der Zeitraum des gleitenden Durchschnitts ist, desto mehr Aussage hat der Trend. So kann man bei einem 200-Tage-Durchschnitt den langfristigen Börsentrend deutlicher ausmachen als bei einem 38-Tage-Durchschnitt, der ungefähr zwei Börsenmonaten entspricht.
Im aktuellen Chartbild lässt sich erkennen, ob der letzte aktuelle Kurs des DAX oberhalb oder unterhalb der 38-, 100- oder 200-Tage-Linie verläuft. Aufmerksamkeit ist angesagt, wenn der aktuelle Kurs die Linie des gleitenden Durchschnitts schneidet. Schnittpunkte nach oben signalisieren weiteren Kursanstieg, während ein Durchbrechen der Durchschnittslinie nach unten die Aussicht auf weiter zurückgehende Kurse anzeigt. Wird die 38-Tage-Linie durchbrochen, muss dies noch nicht unbedingt etwas bedeuten. Es gilt die Regel, dass die Prognose an Zuverlässigkeit gewinnt, wenn es sich um einen gleitenden Durchschnitt über einen längeren Zeitraum (z.B. 200 Tage) handelt.
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