Geld & Finanzen

Währungskonto

Viele Direktbanken führen neben normalen Girokonten auch Währungskonten für die weltwichtigsten Währungen und dies bei täglicher Verfügbarkeit. Der Vorteil für die Anleger liegt darin, dass sie von einem sehr viel höheren Zinsniveau profitieren.

Wechselkursschwankungen sind als Risiko eines solchen Währungskontos zu betrachten. Andererseits kann man aber auch von erheblichen Kursgewinnen profitieren. Weiteres großes Risiko ist die Inflation im jeweiligen Währungsland, der Euro büßt zum Beispiel jedes Jahr 2,0% an Wert ein. Pauschal kann man sagen: je höher der Zinssatz, desto höher das Währungsrisiko.

Eine weitere Rolle spielt bei Kaufs- und Verkaufsverträgen der Devisenkurs, denn dieser wird bei diesen Aktivitäten zugrunde gelegt. Die Kursspanne variiert je nach Währung. Hierbei sei noch erwähnt, dass ein Währungskonto ein reines Anlagenkonto ist und nicht für Auslandsüberweisungen benutzt werden kann. Sinnvoll sind Währungskonten besonders dann, wenn sie wie ein Girokonto funktionieren, Sie als Bankkunde also Geld in der jeweiligen Währung abheben und einzahlen können oder zum Beispiel auf Reisen Zugriff auf Ihr Geld in der entsprechenden Landeswährung haben. Meist sind allerdings Ein- und Auszahlungen nicht in der jeweiligen Währung, sondern nur in Euro möglich.

Ein Währungskonto ist vor allem für Geschäftskunden von Bedeutung, denn sie können damit problemlos ihre Geschäfte mit ausländischen Kunden abwickeln. Verfügungen sind meist möglich durch Devisenverkauf, Kauf/Ausstellung von Fremdwährungsschecks, in Ausnahmefällen Auslandsüberweisungen oder Wertpapierverkauf. Eine Überziehung dieses Einlagenkontos ist nicht möglich und die Zinsgutschriften erfolgen in der Regel vierteljährlich. Bei Devisenkauf- oder Verkauf wird meist eine Courtage in Höhe von 0,1% berechnet. Aufträge, die bis zu einer bestimmten Uhrzeit eingehen, werden taggleich ausgeführt.

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