An dieser Stelle erläutert
Ihnen das Gut-zu-Wissen24.de
Geldanlage Glossar die
wichtigsten
Begriffe aus den Bereichen
Kapitalanlage,
Aktien,
Börse und
Finanzen.
- A -
Ausschüttungsquote
Dividende im Verhältnis zum Ergebnis je
Aktie,
ausgedrückt in
Prozent.
- B -
Benchmark
Als Benchmark wird in der Regel ein Marktdurchschnitt bezeichnet,
beispielsweise ein
Aktienindex. Die Benchmark
ermöglicht den Vergleich von
Wertentwicklungen zwischen Einzelanlagen und einem geeigneten
Gesamtmarkt.
Börsenphasen (idealtypisch)
- Bodenbildung der Aktienkurse
- Kontinuierlicher Kursanstieg
- stark steigende Aktienkurse
(Übertreibung und
Vorwegnahme
zukünftiger positiver Unternehmensdaten)
- Höchstkurse
- leichte Korrekturphase (noch keine Anzeichen einer
allgemeinen
Trendwende)
- Kontinuierlicher Kursrückgang
- stark fallende Aktienkurse
(Übertreibung und
Vorwegnahme
zukünftiger negativer Unternehmensdaten)
- Bodenbildung der Aktienkurse
Börsenkapitalisierung
Entspricht der Marktkapitalisierung, die sich wie folgt errechnet:
Aktueller Kurs x Anzahl der zum
Börsenhandel
zugelassenen
Aktien.
Broadening Top
Umgekehrtes Dreieck. Die Kurse bei dieser Chartformation laufen immer
stärker auseinander, begleitet mit einem unregelmäßigem
Umsatzverlauf. Diese Formation hat die negativste Vorbedeutung, da sie
nach einem Aufwärtstrend den Abwärtstrend einläutet.
Buchwert je Aktie
Gezeichnetes Kapital zzgl. offener Rücklagen geteilt durch die
Zahl der
Aktien. Nicht berücksichtigt werden
hier stille Reserven.
- C -
CARG
englisch = Compounded annual growth rate; Durchschnittliche
jährliche Wachstumsrate
Cash Flow
Wörtlich übersetzt "Kassenfluß". Der Cash Flow
umfaßt im wesentlichen den Jahresüberschuß, die
Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen und die Erhöhung der
langfristigen Rückstellungen. Diese Kennziffer spiegelt die
Fähigkeit des Unternehmens wider, die eigenen
Aktionäre
zu
bedienen, Zukunftsvorsorge zu treffen und die Investitionen aus eigener
Kraft zu finanzieren.
CEO (Chief Executive Officer)
Angloamerikanische Bezeichnung für den Vorstandsvorsitzenden.
CFO (Chief Financial Officer)
Angloamerikanische Bezeichung für Finanzvorstand.
COO (Chief Operating Officer)
Angloamerikanische Bezeichnung für den Leiter des operativen
Geschäfts.
Consensus
Übereinstimmung, z.B. von Meinungen, Gewinnschätzungen,
Erwartungen, etc.
- D -
Dividendenrendite
Dividende im Verhältnis zum aktuellen
Aktienkurs,
ausgedrückt
in Prozent. Die Ermittlung erfolgt teils mit, teils ohne den Abzug von
Quellensteuer.
Divergenz
Wörtlich "auseinanderstrebend". Bezeichnet Trends (z.B. von Kurs
und technischen Indikatoren), die in entgegengesetzte Richtungen
verlaufen. Weisen i.d.R. auf eine Trendwende hin. Gegenteil: Konvergenz.
Durationsberechnung
Durchschnittliche Dauer, für die ein Anlagebetrag gebunden ist,
wobei neben der Tilgung die laufenden
Zinszahlungen
mit
berücksichtigt werden. Die Durationsberechnung verwandelt
Kuponanleihen
in synthetische
Nullkupon-Anleihen.
- E -
EBIT
Englisch = Earnings before interest an taxes; Ergebnis vor
Zinsen
und
Steuern.
EBITA
Englisch = Earnings before interest, taxes, depreciation and
amortisation; Ergebnis vor
Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und
Amortisationen.
Eigenkapitalquote
Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme, ausgedrückt in
Prozent. Grundsätzlich gilt: Je höher die Eigenkapitalquote,
desto geringer der Anteil der Schulden.
Enterprise Value (EV)
Marktkapitalisierung (bezogen auf die gesamte Aktienanzahl) +
Fremdanteile am
Eigenkapital zu Marktwerten +
Nettoverschuldung ./.
Finanzanlagen.
Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG
Schlüsselgröße der Unternehmensbewertung. Um mancherlei
Bewertungsspielräume durch die Unternehmen selbst zu vermeiden,
wurde vom der DVFA (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und
Anlageberatung) und der SG (Schmalenbachgesellschaft) ein Verfahren
entwickelt, mit dem der ausgewiesene Jahresüberschuß um
außerordentliche und periodenfremde Aufwendungen und Erträge
bereinigt wird. Wichtig: Das "
Ergebnis pro Aktie" darf
nicht mit dem
"Bilanzgewinn pro Aktie" verwechselt werden.
EUREX (früher DTB oder Deutsche Terminbörse)
An der EUREX werden in erster Linie Options- und Future-Kontrakte auf
deutsche bzw.
Euro-Stoxx-Aktien oder auch
schweizerische
Aktien und
Aktienindizes gehandelt. Dazu
zählen:
- Optionen auf DAX und MDAX
sowie Euro-Stoxx-Indizes mit
standardisierten Laufzeiten
- Optionen auf DAX- und Euro-Stoxx-Aktien
- DAX- und MDAX-Future
- Bund-Future
- Bobl-Future
- Schatz-Future
- Pfandbrief-Future
- u.a.
- F -
Fundamentale Analyse
Auf der Grundlage von internen und externen Unternehmensdaten wird der
"innere Wert" einer
Aktie, eines Marktes,
Unternehmens, etc. bestimmt. Auf lange
Sicht richtet sich die Kursentwicklung nach diesem inneren Wert aus.
Anhand verschiedener Kennzahlen wird ein möglichst
aussagefähiges Gesamtbild der fundamentalen Unternehmenslage
zusammengefügt. Für subjektive Interpretationen besteht
jedoch Spielraum. Vereinfacht kann man die fundamentale Analyse als
Antwort auf Fragen verstehen, wie "Ist das Produkt gut?", "Ist das
Management gut?", etc.
- G -
G-Mind Indikator
Dieser kennzeichnet die Stimmung unter institutionellen Anlegern
hinsichtlich der Entwicklung deutscher
Wertpapiere am
Kapitalmarkt.
Neben einem Gesamtindex gibt es einen speziellen G-Mind-Indikator
für
Aktien und für
Anleihen.
- I -
Institutionelle Investoren
...sind z.B.
Fonds,
Versicherungen,
Banken, Stiftungen, Pensionskassen,
etc.
- K -
Kontraindikator
Der Indikator gibt an, dass der Anleger entgegen einer Mehrheitsmeinung
agieren sollte. Äußern die Investoren z.B. eine sehr
positive Erwartungshaltung hinsichtlich der
Aktienmarktentwicklung,
geht man davon aus, dass diese Anlegergruppe bereits investiert ist.
Als antizyklischer Anleger sollte man unter Chance/Risiko-Aspekten
deshalb die entgegengesetzte Strategie umsetzen. Ein klassischer
Kontraindikator ist beispielsweise das Put/Call-Ratio der gehandelten
Optionen.
Konvergenz
Wörtlich: "Annäherung". Bezeichnung für
übereinstimmende Trendverläufe, z.B. von
Aktienkursen
und
technischen Indikatoren. Konvergenz gilt i.d.R. als
Trendbestätigung. Gegenteil: Divergenz.
Korrelation
Wörtlich: "Wechselbeziehung". Dokumentiert die Stärke eines
Zusammenhanges zweier Zeitreihen. Entweder sind die Zeitreihen (z.B.
DAX und US-Dollar)
- positiv korreliert, d.h. DAX und US-Dollar steigen
gleichzeitig oder
- negativ korreliert, d.h. DAX steigt und US-Dollar
fällt oder es
besteht keinerlei Zusammenhang,
d.h. einmal fällt der DAX und der US-Dollar, steigt oder bleibt
unverändert.
Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)
Division des aktuellen Aktienkurses durch den
Cashflow je Aktie.
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Auch englisch Price-Earnings-Ratio (PE). Ergibt sich aus der Division
des aktuellen Aktienkurses durch das
Ergebnis je Aktie.
- M -
MACD - Moving Average Convergence/Divergence
Klassischer Trendfolgeindikator, der sich aus der Differenz zweier
exponentiell geglätteter gleitender Durchschnitte bildet. Aus
dieser Differenz (MACD-Linie) wird ein neuer gleitender Durchschnitt
berechnet, der dann als Signallinie dient.
Modified Duration
Die Modified Duration ist eine Erweiterung der Duration und misst das
zinsinduzierte Kursrisiko von
Anleihen und
Portfolios. Bei
Veränderung des
Zinsniveaus um einen
Prozentpunkt (entspricht 100
Basispunkten, also z.B. eine Veränderung des Zinsniveaus vom 5 %
auf 6 %) verändert sich das
investierte Kapital
um diese Kennzahl.
Momentum
Mit diesem Indikator wird die Dynamik des Marktes gemessen.
Zunächst wird die Differenz gebildet zwischen dem aktuellen Kurs
und einem Kurs in der Vergangenheit über eine feste zeitliche
Distanz (in der Regel 14 Tage). Dann wird diese Differenz als
Verhältnis zu dem Kurs in der Vergangenheit dargestellt. Der
Indikator schwankt um eine Nullinie.
- P -
PEG-Ratio
sog. dynamisches
KGV (Price Earnings to Growth). Man
schätzt
hierbei die
Gewinne pro Aktie der Folgejahre und
ermittelt das CAGR.
Durch Multiplikation des CAGR mit dem KGV ergibt sich das PEG-Ratio.
Performance
Wertentwicklung eines Marktes, Index, einer
Aktie,
usw. über
einen bestimmten Betrachtungszeitraum.
Performancevergleichsmodell
Ein Markt wird durch einen anderen Markt während eines definierten
Zeitraumes bewertet. Beispielsweise wird der
Aktienmarkt
durch die
Gegenüberstellung der Performance von Aktienmarkt und
Anleihemarkt
verglichen. Ein massives Auseinanderdriften der beiden indizierten
Performancekurven zeigt ein Überschießen eines
Marktsegmentes auf.
Put/Call-Ratio
Das Verhältnis aller an der
Terminbörse
gehandelten
Verkaufoptionen (Puts) zu den Kaufoptionen (Calls) drückt aus, wie
die Mehrzahl der Marktteilnehmen die künftige Börsentendenz
einschätzt. In der Praxis wird diese Put/Call-Ratio als
Kontraindikator angewendet.
- R -
Research
Wörtlich: "Forschung, Untersuchung". Im weiteren Sinne
Kapitalmarktforschung, Erforschung des Verhaltens von Verbrauchern
(
Investoren). Im Finanzsektor dienen Ergebnisse des
Research in Form
von Analysen der Begründung von Anlageentscheidungen.
ROCE
Englisch = Return on capital employed; errechnet sich aus dem EBIT +
Zinsen
auf Pensionsrückstellungen ./.
investiertes Kapital
Rounding Top (Gegenstück: Bottom)
Tellerförmiger Kursverlauf.
RSI Relative-Stärke-Index
Der RSI dient zur Messung der inneren Stärke bzw. Schwäche
eines Marktes. Der aktuelle Kurs wird dabei ins Verhältnis zu
einem gleitenden Durchschnitt gesetzt. Als Preisfolgeindikator kann der
RSI theoretisch zwischen Null und 100 schwanken. Werte über 70
weisen auf einen überkauften Markt, Werte unter 30 auf einen
überverkauften Markt hin. Divergenzen zwischen Kursverlauf und RSI
deuten auf eine bevorstehende Trendwende hin.
- S -
Sentiment
Wörtlich: "Gefühl". Marktstimmung, Anlegerpsychologie.
Stochastik
Vergleicht den heutigen Kurs relativ zu den Kursschwankungsbreiten der
vergangenen Zeitperiode. Dieser schnell reagierende Indikator gibt in
den Extrembereichen Kauf- bzw. Verkaufsignale.
- T -
Technische Analyse
Aus dem bisherigen Kursverlauf einer
Aktie werden
Rückschlüsse auf die zukünftige Bewegung gezogen. Anhand
von Trendlinien und technischen Indikatoren werden Formationen,
Kanäle, Unterstützungs- und Widerstandslinien und
Korrelationen ermittelt. Für individuelle Interpretationen besteht
jedoch Spielraum
Track-Record
Englisch = Erfolge in der Vergangenheit.