Unters Shirt geschaut: Die Geschichte des T-Shirts
Über den Geschichtlichen Hintergrund des T-Shirts gibt es zwei oft formulierte Theorien. Eine These behauptet, englische Adelige gestatteten ihrem Personal das servieren von Tee in Baumwollhemden mit kurzen Ärmeln, da die Gerbsäure des Getränkes langeärmelige Varianten mit häßlichen Flecken beschmutzte. Der Name Tee-Shirt wäre so leicht erklärt. Häufiger jedoch wird in Historikerkreisen die Herkunft des T-Shirts bei den Seeleuten gesehen. Das damals langärmelige Takelhemd genannte Bekleidungsstück, bekam seine dem T-Shirt sehr ähnliche Form erst durch Anordnung von Königin Viktoria.
Der Aufstieg des T-Shirts begann in Europa erst in den 60er Jahren. Erstmals von Jugendlichen als Oberbekleidung getragen, stand das Shirt als Symbol der Auflehnung gegen die Erwachsenenwelt. Die 68er-Bewegung etablierte das T-Shirt endlich auf dem Bekleidungsmarkt. Mit ihren aufgedruckten “Statements” erweiterte die Flower-Power-Generation den Status des Baumwollleibchens zu einem Kultobjekt. Die Industriallisierung und die Massenproduktion taten ihr Übriges: Das T-Shirt als erschwingliches Bekleidungsstück hielt Einzug als modernes Alltagsgut.
Heute ist das Baumwollene Kultobjekt absolut salonfähig. Ob beim Sport, in der Freizeit oder in der Arbeitswelt, überall wird es getragen. Bunte Farben, uni oder mehrfach coloriert, bedruckt, bestickt oder foliert. Die Formen können unterschiedlicher und vielseitiger nicht sein. Bei T-Shirts gibt es keine Grenzen, erlaubt ist was gefällt. Vom Stangenfertigen Billigprodukt zum Markenlabel, bis hin zum Designershirt gibt es jede nur erdenkliche Variante. Ganze Industriezweige beschäftigen sich mit Herstellung, Marketing und Verkauf. Viele Millionen Euro werden pro Jahr durch den Verkauf dieses einzigartigen Konsumgutes erwirtschaftet.
Die Geschichte vom Aufstieg des T-Shirts, erst unbeachtet, heute Ausdruck von Individualität, ist eine wahre Erfolgsstory. Mittlerweile verändert sich das T-Shirt und passt sich der Gesellschaft an. Wie sich auch die Gesellschaft individualisiert, so auch das T-Shirt. Ein Beispiel hier ist der Online Shop I love Shirt , welcher das berühmt gewordene Motiv mit dem Herz anbietet. Der Unterschied zu den bisher bekannten Shirts wie “I love Berlin” oder “I Love Techno” ist jedoch, dass man dort seinen eigenen Text unter das T-Shirt schreiben kann. Damit sind Kombinationen wie “I Love Volksmusik” und viele andere möglich.
Einen ähnlichen Service bietet Revolution Shirts, jedoch in Hinblick auf revolutionäre Themen. Dort kann man T-Shirts mit Motiven zu politischen Themen bedrucken lassen. Hierbei sorgt ein Pool von rund 1000 Motiven für die nötige Vielfalt. Die Motive können hierbei in Größe und Farbe individuell abgeändert werden, auch die Position (auf dem Rücken, der Brust, den Schultern) lässt sich frei bestimmen. Nebenbei bietet der Online-Shop neben 17 verschiedenen Sorten von T-Shirts auch Pullis, Jacken und verschiedenste Geschenkartikel zum Individualisieren an. Solche T-Shirt Shops gibt es mittlerweile sehr viele. Sie sind fast ausschließlich auf kleine Zielgruppen orientiert. Ein T-Shirt Shop für Gamer hat als normaler Laden kaum eine Chance. Dank des Longtails und der Möglichkeit, seine Gamer T-Shirts europaweit anbieten zu können, haben es Gildenshirts und Imba*lanced Game Shirts geschafft, einen großen Erfolg zu erzielen. Auch sie bieten mittlerweile auch andere Artikel wie zum Beispiel Gamer Caps an.
In diese Richtung der Individualisierung wird das T-Shirt in Zukunft wohl noch weiter vorranschreiten. Der Trend geht also vom Massenmarkt weg - hin zu individuellen Designs.
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