Gesundheit & Wellness

Das Auge im Zusammenhang mit Licht

Der Mensch braucht Tageslicht wie die Luft zum atmen. In früheren Zeiten, vor der Erfindung des elektrischen Lichts, standen die Menschen mit dem Sonnenaufgang auf, bewältigten ihren Tag – meist im Freien – und gingen kurz nach dem Sonnenuntergang schlafen. Dadurch waren sie in der Regel den ganzen Tag dem Tageslicht ausgesetzt. Tageslicht ist wichtig für die Hormonproduktion. Es wird über die Haut aufgenommen, und damit wird die Produktion des für die Knochen und Zähne so wichtigen Vitamin D angeregt. Größtenteils jedoch wird es über die Netzhaut des Auges aufgenommen. Von dort aus werden Signale an das Gehirn gesendet und die Produktion wichtiger Hormone beginnt. Durch Tageslicht wird vorwiegend Serotonin produziert. Serotonin funktioniert als Neurotransmitter und gilt als „Glückshormon“. In der Tat fühlt sich der Mensch bei ausreichender Produktion von Serotonin ausgeglichen und zufrieden, der Appetit wird reguliert, Schmerzen lassen nach, was besonders interessant sein dürfte für Menschen, die häufig an Kopfschmerzen leiden. Aber nicht nur das, der Mensch fühlt sich wach, kann sich gut konzentrieren, ist produktiv und kreativ. Der Zellstoffwechsel wird angeregt. Trifft nur künstliches Licht, das nicht dem Tageslicht angeglichen ist, die Netzhaut, hat dieses Licht überhaupt keine Wirkung, im Gegenteil: es werden keine Signale an das Gehirn gesendet. Normales Glühbirnenlicht oder gar Neonröhren können diese Wirkung nicht auslösen. Der Mensch ermüdet, weil statt Serotonin Melatonin produziert wird – und das ist das Schlafhormon. Bei Lichtmangel über längeren Zeitraum fühlt sich der Mensch aus diesem Grund müde und krank, niedergeschlagen und unzufrieden. Hinzu kommt häufig ein schlechtes Hautbild, weil das Zellwachtum ebenfalls durch Tageslicht angeregt wird, der Stoffwechsel spielt verrückt, der Schlaf-Wachrhythmus ist gestört.

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