Gesundheit & Wellness

Fitnessstudio - der Weg zur Traumfigur?

Als ich mich nach langen Jahren wieder mal auf eine Waage stellte, tat ich dies eigentlich nur, um mich zu vergewissern, dass ich von meinem Idealgewicht eigentlich nur ein paar winzige Kilo entfernt sei. So der Bereich 10 – 15 „drüber“ war was ich mir so erwartete.

Nun, ich lag gründlich daneben. Der Ausschlag des Gerätes war jenseits von Gut und Böse und ich verfiel für einen kurzen Moment in eine tiefe Depression. Doch als eifriger Leser diverser Magazine und Bücher über Fitness, Sport und Gesundheit, dauerte dies nicht lange. Die Lösung war so einfach und klar: ab ins Fitnessstudio und runter mit den überschüssigen Pfunden, durch eifrigstes trainieren. Gewichte stemmen, laufen, radeln, spinning, aerobics – all dies und ähnliches sollte mich wieder in das drahtige Etwas verwandeln, welches ich einst war.

Gedacht, getan – am selben Abend noch meldete ich mich als zahlendes Mitglied in einem dieser Tempel der Fitness. Die junge Dame in Shorts, die noch nie in ihrem Leben mit Nutella in Berührung gekommen ist, zeigte mir den gesamten Club: von der Umkleide bis zur Sauna, vom Spinning-Saal bis zum Aerobic-Room. Ich war begeistert und unterschrieb einen Mitgliedsvertrag für 6 Monate, bezahlte 100 Euro Anmeldegebühr und 75 Euro für das erste Monat.

Und schon am nächsten Abend ging es los! Nach der Arbeit ab ins Studio, in welchem ich mich dann gierigste über die diversesten Geräte hermachte. Im Schweiße meines Angesichtes arbeitete ich mich durch das gesamte Angebot und freute mich schon auf das durchtrainierte Etwas, das ich sicherlich nach kurzer Zeit sein würde.

Ich will nun nicht mit den nächsten drei Monaten Arbeit, Schweiß, Tränen und Muskelkater langweilen, also sage ich nur kurz und bündig, dass ich es schaffte 4 Kilo in 3 Monaten zu verlieren. 4 (in Worten: vier!) Kilo, wo ich doch mindestens 50 Liter Schweiß in diverse T-Shirts und Handtücher schwitzte? Sehr schnell war mir klar, dass dies nicht alles sein konnte.

Heute, im Nachhinein, kann ich über mich selber recht kräftig schmunzeln. Betrachten wir doch einmal einen normalen Tagesablauf von mir damals: Aufstehen, duschen, Fruehstueck – in Anbetracht meines Abnehmplanes natürlich keinen Zucker, sondern nur Cereals und Säfte. Dann mit dem Lift in die Garage und mit dem Auto in die Arbeit. Dort mit dem Lift ins Büro- und sitzend bis zur Kaffeepause gearbeitet. Zum Kaffe natürlich keinen Kuchen, sondern nur einen Müsliriegel. Dann wieder gesessen bis zum Mittagessen, welches natürlich nur klein ausfiel. Zum Nachmittagskaffe gab es wieder einen Müsliriegel und, als Vorbereitung fürs Fitnessstudio, einen Diaeteiweißdrink. Dann mit dem Lift wieder in die Garage und mit dem Auto direkt ins Fitnessstudio.

Hier angekommen ging es mal zum Aufwärmen aufs Laufband, danach noch kurz aufs Fahrrad oder auf den „Stepper“, um den Körper schön auf Touren zu bringen. Danach ging es quer durch alle Geräte, dann noch kurz in die Sauna und dann nach Hause, wo mir mein Körper unmissverständlich mitteilte, dass er dringend Treibstoff benötigt, sprich: ich hatte Hunger. Ein kleiner Imbiss, gesund und leicht half mir darüber hinweg. Dann ab ins Bett und morgen das Gleiche! Und so ging es für drei Monate, bis ich endlich begriff, dass ich hier gegen Windmühlen ankämpfte. Trotz meines „bewussten“ Essens, trotz all meiner Anstrengungen, tat ich doch nichts anderes, als nur die Kalorien zu verbrennen, die ich ja nach wie vor zu mir nahm. An diesem Punkt angekommen, begann ich zum ersten Mal, seit meiner Begegnung mit der Waage, wieder rational zu denken.

Wissen ist Macht – also begann ich mich zu informieren. Ich las über Diäten, Sportprogramme und alles mögliche andere, doch nichts konnte mich so richtig überzeugen, denn alles baute darauf auf, dass man die Willenskraft haben muss, den Hunger einfach zu übertauchen. Und ich kenne mich: Willenskraft ist nicht mein zweiter Vorname. Also brauchte ich irgendetwas, was mir ermöglichte abzunehmen ohne wirklich hungrig zu sein.

Und dann las ich zum ersten Mal von Hoodia Gordonii. Es klang zu schön um wahr zu sein: ein pflanzliches Produkt, welches mir, ohne Nebenwirkungen, den Hunger nehmen würde, mir beim Abnehmen helfen würde und ich trotzdem noch normale Nahrung essen könnte. Sozusagen eine pflanzliche eierlegende Wollmilchsau!

Skeptisch hoch drei bestellte ich mir meine erste Dosis Hoodia. Und erlebte natürlich gleich am ersten Tag meine erste Enttäuschung, denn zur Kaffezeit war ich genauso hungrig, wie an jedem anderen Tag, obwohl ich brav zum Fruehstueck meine erste Hoodia-Kapsel mit Wasser genommen hatte. Auch zu Mittag und am Nachmittag – keine Veränderung. Ich begann bereits alle und jeden zu verfluchen, doch in meiner Verzweiflung beschloss ich, zumindest diese Dosis von Hoodia zu verbrauchen. Schaden konnte es mir ja nicht.

Also habe ich auch brav am zweiten Tag meine Kapsel mit Hoodia genommen und fuhr dann ins Büro. Und siehe da, zum ersten Mal in Jahren, mussten mich meine Kollegen an die Kaffeepause erinnern. Ich saß an meinem Tisch und hatte nicht das geringste Bedürfnis etwas zu essen. Sicherlich, als ich dann die Teilchen sah, bekam ich Appetit doch es war einfach kein Hungergefühl vorhanden, also ließ ich es auch bleiben. Mein Mittagessen bestand aus einer Kapsel Hoodia, einem Glas Wasser und einem Salat. Und beim Abendessen war ich nach einer „Kinderportion“ satt.

An diesem Tag begann mein „Neues“ Leben. Seit daher habe ich 27 Kilo verloren und ich spreche nur von einem Zeitraum von 8 Monaten. Meinen Vertrag im Fitnessstudio habe ich nicht verlängert und ein ganz normaler Tag sieht heute so aus:

Aufstehen, duschen, Fruehstueck. Außer einer Kapsel Hoodia meist nur eine Tasse Kaffee oder Tee (ohne Zucker) oder ein Glas Saft. Dann zu Fuß die zwei Stockwerke in die Garage und an schönen Tagen geht’s mit dem Fahrrad zur Arbeit. Kaffeepausen und Mittagessen sind meist mehr eine Angelegenheit des Tratschens denn des Essens und am Abend gibt es meist irgendeine leckere Kleinigkeit. Ich fühle mich rundum wohl und ich kann mich nicht mehr bewusst erinnern, wann ich das letzte Mal hungrig war.

Selbstverständlich braucht man auch mit Hoodia noch ein gewisses Maß an Selbstdisziplin. Man muss unterscheiden zwischen Hunger und Appetit und man darf dem Appetit nicht nachgeben. Bewusst essen und auch bei „Fitnessprodukten“ noch mal nachlesen, denn meist haben „Fitnessriegel“ mehr Zucker als Speiseeis. Und selbstverständlich braucht man auch mit Hoodia noch zusätzliche Bewegung, doch man muss sich keineswegs in einem dieser modernen Folterkeller verausgaben. Wieder Treppen steigen statt „Stepper“ benutzen! Mal mit dem Rad zur Arbeit, statt „Spinning“! Eine Runde spazieren, statt aufs Laufband! Mal die Einkäufe tragen, statt Gewichte stemmen! Jede Art von Bewegung, jede Art von Sport hilft beim Abnehmen mit Hoodia Gordonii, aber man muss nicht das Trainingsprogramm von Schwarzenegger absolvieren. Eintrittsgebühr und Mitgliedsbeitrag kann man sich sparen und sich davon neue, engere Klamotten kaufen!

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