Gesundheit & Wellness

Waschkultur: Seifen

Heute wird wieder sehr viel Wert auf natürliche Inhaltsstoffe gelegt. Ob nun bei den Nahrungsmitteln oder aber bei den Körperpflegemitteln. Chemie ist „Out“ und das zeigt deutlich der Öko- und Biotrend, der bei vielen Produkten Einzug gehalten hat. Genauso bei den Seifen. Immer mehr Menschen leiden an den verschiedensten Hauterkrankungen, wobei trockene Haut noch eine der harmloseren darstellt. Scharfe Seifen mit synthetischen Düften können die Haut weiter reizen und das Hautbild verschlimmern. Seifenfreie Lotionen neigen ebenfalls oftmals dazu, die Haut auszutrocknen. Deswegen besinnt man sich wieder auf alte Seifenrezepte. Die klassische Arztseife, aber auch die einstmals ungeliebte Kernseife findet wieder ihren Platz in den Ladenregalen und Online-Shops. Auch von handgesiedete Seifen werden gern gekauft und das nicht nur weil sie aus natürlichen Bestandteilen hergestellt sind, sondern zudem auch noch äußerst dekorativ im Bad aussehen. Um Seifen entsteht mittlerweile ein richtiger Kult und das Zubehör für die Seifenherstellung erhält man sogar in Bastelläden. Über die Seifenherstellung gibt es viele Bücher, die Anregungen und Tipps für das Seifensieden enthalten. Besonders beliebt sind Seifen in verschiedenen Formen. Farbige Gästeseifen in Rosen- oder Herzformen in dekorativen Geschenkboxen eignen sich auch sehr gut als Mitbringsel.

Auch bei der Wäschepflege besinnt man sich auf alte Waschverfahren mit natürlichen Seifenmitteln. Die Waschnuss ist ein gutes Beispiel. Statt Waschmittel in Pulverform werden die Schalen der Waschnuss in einem Leinenbeutel der Wäsche beigegeben, die in Verbindung mit warmem Wasser Saponine (Seife) freisetzen. Diese Methode soll sehr effektiv sein, auch wenn anschließend der bekannte Waschmittelduft fehlt, der für viele Menschen ein Zeichen von Sauberkeit ist. Doch nicht alles was gut duftet muß gleichzeitig sauber sein.

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