Das Loch in der Wand - Die Tür
Selten machen wir uns Gedanken darüber, welche alte Erfindung wir durchschreiten, wenn wir durch unsere Haustüren treten. Sie ist mehr als nur eine Anlage zum Schließen einer Öffnung in der Wand. Sie gewährt Zugang, sie verwehrt Zutritt. Sie ist Funktion und Zierde in Einem. Sie kann maßgeblich das Aussehen und den Charakter eines Gebäudes bestimmen und war in jeder künstlerischen Epoche immer auch stil gebendes Element. Neben der Funktion als Schlusselement hat eine Tür auch immer die wichtige Aufgabe des Wärme- und Schallschutzes. Manchmal werden beispielsweise aber auch durch bauliche Bestimmungen Rauchschutz-, Strahlenschutz (Röntgenräume) oder Brandschutztüren gefordert. Diese Zusatzfunktionen werden immer durch spezielle Einlagen erreicht. Eine Tür ist aus mehreren Teilen aufgebaut. Der bewegliche Teil wird Türblatt genannt, welches mit entweder zwei oder mehreren Scharnieren, den so genannten Türbändern, am Türrahmen, der so genannten Zarge, befestigt wird. Diese wird auch Türfutter genannt. Bei einer Schiebtür wird der bewegliche Flügel durch Laufschienen, die oben und unten angebracht werden, in der Führung gehalten. Häufig hat die Tür eine besondere Schwelle, eine unten abschließende Erhöhung des Fußbodens. Diese Schwelle hat sehr starken Symbolcharakter, bildet sie doch die Grenze zwischen Innen und Außen, ist quasi ein transzendentales Niemandsland. Des Weiteren gibt es Sonderformen, die sich aus ihrer Öffnungsrichtung ableiten. Autos haben beispielsweise nach oben klappbare Türen, für enge Räume eignen sich Falttüren, bei den der Türflügel in mehrere Teile aufgegliedert und so klappbar wird. Ein Schloss verwehrt dabei unbefugten Personen den Zutritt und ist üblicherweise neben dem normalen Schließmechanismus eingebaut. Nur mit dem passenden Schlüssel lässt sich die Tür auf diese Weise verschließen und wieder öffnen.
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