Haus & Wohnen

Effizienz der Fußbodenheizung in Solaranlagen

Solaranlagen liegen voll im Trend und können selbst in unseren Breitengraden einen Großteil der Wärmenergie erzeugen, die wir für die Beheizung unserer Gebäude benötigen. Gerade auch im Altbaubestand herrscht ein erhöhter Sanierungsbedarf, bei der vielfach deutlich veralteten Heizungstechnik. Die vorhandenen alten Heizkessel entsprechen nicht mehr den gültigen Emissionsschutzvorschriften und werden in den kommenden Jahren ausgetauscht werden müssen. Hier empfiehlt es sich natürlich unter dem Eindruck der ständig steigenden Energiepreise für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas, auf alternative Energien zu setzen.

Wer jetzt denkt, ich setze mir einfach eine Solaranlage auf mein Dach und schon komme ich in den kostenlosen Genuss von Solarenergie, der liegt gerade wenn es sich um ein älteres Gebäude handelt häufig falsch. Bei Gebäuden die in den siebziger oder achtziger Jahren gebaut wurden, ist vielfach der Wärmebedarf, durch die schlechte Wärmedämmung von Wandflächen und Fenstern, derartig hoch, dass eine Deckung des Energiebedarfs über die Solaranlage einfach nicht möglich ist. Die Heizflächen der Heizungsanlagen in diesen Gebäuden sind meistens Plattenheizkörper und Stahlrohrradiatoren, die mit hohen Vorlauftemperaturen betrieben werden können. Auslegungstemperaturen bis zu 90 °C waren noch bis Anfang 1980 durchaus üblich. Erst mit dem aufkommen der Niedertemperaturheizung wurden die Auslegungstemperaturen auf 70 °C reduziert.

Gerade hier liegt ein großes Problem bei der Sanierung des Altbau Bestandes. Es ist nicht damit getan einfach den Heizkessel auszutauschen, sondern vielfach sind auch weitergehende Maßnahmen, wie die Erneuerung der Heizflächen, zusätzliche Dämmungen an den Wandflächen oder Austausch der Fenster durch moderne hoch gedämmte Fensterelemente.

Die Heizflächen spielen hier eine besondere Rolle. Plattenheizkörper oder Radiatoren sind zwar in einer Standard Heizung, mit Öl oder Gas Brennwertkessel ohne weitere einzusetzen, aber wenn der Einsatz einer Solaranlage vorgesehen wird, sind derartige Heizflächen nicht effizient. Damit die Solaranlage einen möglichst hohen solaren Deckungsgrad erreicht ist es erforderlich, dass die Rücklauftemperaturen zu den Solarkollektoren möglichst niedrig gehalten werden. Dies ist aber nur bei Flächenheizungen, wie der Fußbodenheizung oder der Deckenheizung möglich.

Der Grund dafür ist eigentlich sehr einleuchtend. Der solare Deckungsgrad sagt aus wie viel, der benötigen Heizwärme mit der Solaranlage erbracht werden kann. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung selbst bei diffuser Strahlung fast immer ausreichend, damit ein hoher solarer Deckungsgrad über die Solaranlagen erreicht wird. Während der Übergangszeiten ist dies aber nicht so. Die benötigten Vorlauftemperaturen für die Heizung steigen, aber die Temperaturen die von der Solaranlage erbracht werden sinken. Von daher ist die Fußbodenheizung sehr effizient, da hier nur Vorlauftemperaturen von maximal 45 - 50 °C bezogen auf die Normaußentemperatur benötigt werden. Die Solaranlage kann also auch bei geringer Sonneneinstrahlung einen hohen Anteil der benötigten Heizwärme liefern.

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