Internet & Computer

Piraten setzen auf One-Click Hosting

Im schier endlosen Kampf von Contentpiraten und Verwertungsindstrie hat eine neue Waffe den Platz von Peer to Peer Netzwerken und Untergrund Newsgroups eingenommen: One-Click Hosting. Der Service dieser Anbieter ist zunächst eine ganz seriöse Angelegenheit. Sie bieten eine schnelle und vor allem anonyme Art Dateien ins Netz zu stellen.

Hierbei erhält nur der Uploader einen Link, und damit theoretisch auch nur der legitime Besitzer der Dateien. Hier setzt der Trick der Internet Piraten an, sie verbreiten diese Links auf Seiten und nutzen damit eine rechtliche Grauzone aus, die sie schier unangreifbar macht. Denn das Gesetz bestraft nur jemanden, der Dateien bereitstellt. Da der anonyme Hoster nur Dateien für eine Person aufbewahrt, kann er nicht belangt werden. Die verlinkenden Seiten dagegen, stellen nur Linksammlungen dar und verbreiten ebensowenig Dateien.

Anders als im Falle der P2P Netze kann auch eine Störung der Netze durch Blockade von Ports und Einspeisung von falschen Inhalten der Szene nichts anhaben. Der Copyrightbesitzer kann zudem nur schwer die Entfernung der Datei vom Hoster verlangen, der einzige Schritt, der ihm zur Verfügung steht, ist die Forderung nach Entfernung des Links von einer Piratenseite oder gleich die Sperrung der gesamten Domain. Die Industrie ist hilflos weil sie das Problem nicht an der Wurzel bekämpfen kann. Eine gelöschte Seite ist bald wieder online und mit ihr viele weitere Neue. So wächst die Piratenszene weiter unverändert. Die Industrie wird neue Strategien benötigen, um eine Filesharingwelle zu bekämpfen, die durch Hosting Anbieter über eine unzerstörbare Datenbasis verfügt.

Statt die Domain zu bekämpfen, müssen die Uploader durch die Hoster entlarvt und belangt werden. Doch dies erscheint angesichts der aktuellen Rechtslage als wenig wahrscheinlich.

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