Wer braucht den Asus Eee?
Schon jetzt sorgen enorme Vorbestellungsmengen bei großen Versandhäusern für Aufsehen. Vor allem Leute, die bisher keinen eigenen Computer besaßen, sehen mit dem Asus Eee die Gelegenheit gekommen, sich ein schickes, günstiges und allem voran mobiles Notebook zuzulegen.
Verständlich, denn Benutzerfreundlichkeit ist eines der Wörter, die man bei ASUS immer dann in den Mund nimmt, wenn vom Eee die Rede ist. Im Gegensatz zu “Windows”, denn das soll zwar ebenfalls auf dem Eee funktionieren, doch ausgeliefert wird das Subnotebook mit vorinstalliertem Linux. Nicht irgendeines, sondern ein von ASUS modifiziertes und auf einfache Handhabung getrimmtes Xandros Linux-Derivat.
Des Weiteren wurde an mitgelieferter OpenSource Software nicht gespart – wieso auch, ist ja schließlich um sonst. OpenOffice, Mozilla Firefox und Thunderbird sind bereits vorinstalliert, ebenso einige Lernspiele für die Kleinen. Denn neben den älteren Damen und Herren, für die Computer noch Neuland sind, gehören auch Kinder zu ASUS Zielgruppe. Aber nicht nur, schließlich wurde der Eee von der Computer Fachwelt so sehnlich erwartet.
Verständlich, denn unter dem schicken Gehäuse des Eee werkelt ein 900 MHz Prozessor von Intel, bei einer Leistungsaufnahme von nur 11 Watt. Für die Grafik ist ebenfalls ein Intelchip verantwortlich, Sound gibt es in Hi-Definition. Am Arbeitsspeicher wurde nicht gespart, denn 512 MB erscheinen bei dem Preis doch recht großzügig. Und damit kostet der eee gerade mal ein Drittel eines „Normal-UMPC“.
Doch des Eee größtes Manko gehört auch zu seinen größten Vorzügen. Mit nur 4 GB Festwertspeicher muss der Besitzer auskommen. Allerdings handelt es sich hierbei um keine Festplatte, sondern einen Flashspeicher. Auf diese Weise wurde das am leichtesten zu beschädigende Teil eines Notebooks aus der Hardware genommen. Das Ergebnis ist ein extrem Stoß- und Fallrobuster UMPC und somit gute Eignung für den Schultornister. Oder für in die Ecken fliegende Aktentaschen genervter Erwachsener.
Davon abgesehen kann klein auch umständlich sein. Gutes Beispiel hierfür ist die Tastatur, deren Tasten so klein sind, dass man beim Tippen leicht zwei oder drei auf einmal erwischt. Zumindest anfangs, ehe man sich daran gewöhnt hat. Ähnliches gilt für das 7“-Display. Nicht gerade das beste Argument für Detailfreunde. So kann das Surfen im Internet trotz integriertem WLAN schnell zur Schnitzeljagd ausarten.
Fazit: Sucht man nach einem zuverlässigen Begleiter für Unterwegs, kann man beim eee goldrichtig liegen. Denn das Gerät ist Handlich, es ist Robust und extrem günstig. Für die Bedienung sind – wenn überhaupt – PC-Anwenderkenntnisse gefordert. Lange Akkulaufzeit und eine gute Ausstattung machen den Eee zu einem super Arbeitsgerät, jedoch nicht zum Entertainmentcenter für die Westentasche. Hierfür sind andere Geräte besser geeignet.
Florian Mayer, mediasbrain-kontakt (ät) yahoo.de
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