Sind Gefühle nicht mehr modern?
Rücksicht, Zusammenhalt, Wärme und Geborgenheit – Dinge, die in der heutigen Zeit immer mehr in den Hintergrund treten. Leider.
Und doch sind gerade diese Dinge so ungeheuer wichtig für eine funktionierende Partnerschaft. Was nützt das zahmste und wildeste Betthäschen, wenn es den Liebsten im Alltag allein lässt?
Immer mehr Menschen neigen dazu, zunehmend ihre Gefühle unterdrücken und kontrollieren zu wollen, weil sie Angst haben, wieder und wieder verletzt zu werden.
Schaut man sich die Trennungsraten gerade unter jungen Menschen an, ist das beinahe verständlich.
Und doch sind Gefühle so unendlich wichtig. Was wäre eine Familie ohne die Liebe zueinander, ohne die Sorge umeinander und ohne dass der Eine für den Anderen da ist?
Viele Partnerschaften werden zerstört durch Eifersucht, wenn zum Beispiel einer der Lebensgefährten arbeitsmäßig viel unterwegs ist. „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ – der Volksmund spricht die Wahrheit. Es ist heute gar nicht so einfach, die richtige Balance zwischen Gemeinsamkeit und Freiraum für den Einzelnen hinzubekommen.
Es sind nicht nur die jungen Menschen, die oftmals an Bindungen scheitern. Mit zunehmendem Alter steigen die Ansprüche an potentielle Lebensgefährten. Es wird aussortiert, was ins „Beuteschema“ passt und was nicht.
Das wird besonders in verschiedenen Internetplattformen deutlich, wo man schon an den Profilen sieht, dass einige User da wirklich nur auf „Beute“ aus sind.
Da stehen die unerfüllten Sexsehnsüchte im Vordergrund, keine wirklichen Gefühle.
Und dabei brauchen die Menschen zum Glücklichsein das Geliebtsein, die Wärme, die Geborgenheit; das Wissen, dass da jemand ist, auf den man sich in jeder Situation verlassen kann.
Julia Weise-Holtgräwe
webmaster@artikel-basis.com
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