Davis-Cup Sieg der US-Boys
Den Höhepunkt einer insgesamt enttäuschenden Tennissaison 2007 hatten sich die US-Boys für den Schluss aufgehoben. Mit 4:1 besiegten die Amerikaner im Endspiel vor heimischer Kulisse Titelverteidiger Russland und feierten damit ein Happy End.
Zwölf Jahre hatte der Rekordsieger auf seinen 34. Sieg im bedeutendsten Mannschaftswettbewerb der Tenniswelt warten müssen. Zuletzt 1995, als die Herren Sampras und Courier noch den Tenniszirkus dominierten, feierten die US-Boys auch als Team ihren letzten großen Erfolg. Dazwischen jedoch lag eine Durststrecke, deren Ende gerade zuletzt eigentlich nicht absehbar war. Nach den Rücktritten der Superstars Pete Sampras und Andre Agassi fehlte den Amerikanern ein „echter“ Nachfolger, der Potential für die Spitzenposition der Weltrangliste mitbringt. Zwar rangiert Andy Roddick bereits seit Jahren unter den Top Ten der Welt, an Federer und Nadal kommt er jedoch nicht heran. Umso erfreulicher also für die US-Tennisfans, dass ausgerechnet die Mannschaft die Kohlen aus dem berühmten Feuer holt. Das Weltklasse-Doppel mit den Bryan-Zwillingen, Paradiesvogel James Blake und eben jenem Roddick bewiesen im Endspiel vor ihren begeisterten Landsleuten, dass sie als Team das erreichen können, was ihnen zumindest im Einzel aktuell fehlt.
Die Hoffnung ist nun da, dass dieser Erfolg auch dem US-Tennis wieder auf die Beine hilft. In dem Land, das so viele Weltklasse-Spieler hervorgebracht hat wie keine Nation sonst, fehlt es am Nachwuchs am Tennisschläger. Hinter Roddick und Blake klafft eine große Lücke, es fehlen schlichtweg die Talente. Dies gilt im Übrigen auch für das Damen-Tennis, wo die osteuropäische Konkurrenz den USA längst den Rang abgelaufen hat und das Weltklasse-Feld eindeutig dominiert.
Maik Langenberg
MLangenberg@gmx.net
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