Ehemalige Weltranglisten-Erste Monica Seles plant Rückkehr
In der normalen Arbeitswelt gehört man mit 34 Jahren weiß Gott noch nicht zum alten Eisen. In vielen Sportarten ist dies jedoch anders, so auch im Tennis. Die Nachricht, dass die ehemalige Weltranglisten-Erste Monica Seles in eben diesem Alter noch einmal zum Tennisschläger greifen will, ist daher zumindest eine Nachricht wert.
Seit ihrem French-Open-Aus 2003, als sie in der ersten Runde nach einer deprimierenden Darbietung 4:6 und 0:6 gegen Nadja Petrowa verlor, war es still um die gebürtige Serbin geworden. Das Wort Rücktritt hatte sie zwar nie selbst in den Mund genommen, allerdings ging die interessierte eher beiläufig davon aus. Umso überraschender nun also die Rückkehr, die sich jedoch auf wenige Auftritte bei ausgewählten Turnieren beschränken soll. Ihr erstes Stelldichein wird Seles, die wenige Jahre nach ihrem Karrierebeginn die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm und seitdem auch in den Vereinigten Staaten lebt, in ihrer Wahlheimat in Key Biscane geben. Folgen sollen auch Starts bei den Grand-Slam-Turnieren, wo die neunfache Titelsammlerin jedoch auf Wildcards angewiesen sein wird. Dass die Organisatoren ihr die jedoch gewähren, gilt als sicher. Schließlich fehlen dem Damen-Tennis seit geraumer Zeit gestandene Persönlichkeiten. Die Rückkehr einer Monica Seles wird daher wohl jeder Offizielle begrüßen.
Bleibt nur die Frage nach dem sportlichen des Comebacks, schließlich streikte der Körper der einstigen Weltklasse-Spielerin nach dem Messer-Attentat von Hamburg immer wieder. Besonders der Rücken und die Sprunggelenke sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Schon deshalb ist es Monica Seles, lässt man ihr Alter einmal unberücksichtigt, gar nicht möglich, komplett auf in den Tennis-Zirkus zurückzukehren. Die Tennisfans werden sich aber auf wenige Kurzauftritte freuen dürfen.
Maik Langenberg
Artikel kommentieren
Zum Kommentieren von Artikeln ist es erforderlich angemeldet zu sein.
