Telekommunikation

Alte und neue Wege das Internet zu nutzen

Seit der Entstehung des Internets ändert sich die Art und Weise wie es genutzt wird fortlaufend: am Anfang stand das ARPA-Net, eine Einrichtung mit sowohl militärischem als auch wissenschaftlichem Hintergrund. In dieser ersten Phase war es Ziel gewesen, Forschungseinrichtungen und Universitäten mit modernen Kommunikationsmitteln zu vernetzen und so die Möglichkeiten des geistigen Austauschs der Wissenschaftler zu fördern.
Die Erfindung eines grafischen Webbrowsers 1993 machte das Internet erstmals auch Laien außerhalb der Forschergemeinde zugänglich.

Einen weiteren Schub erhielt die Nutzung des Internets als Massenkommunikationsmedium durch die Verbreitung Breitband-Datenanschlüssen im Festnetz. Durch einen DSL-Anschluss konnten jetzt - im Vergleich zum analogen oder digitalen (ISDN) Schmalband-Anschluss - Seiten und Dateien aus dem Internet ohne lange Wartezeiten herauf- und heruntergeladen werden.
Den zunächst letzten Schritt der Evolution des Internets stellt der Sprung von einer rein festnetzbasierten Technologie auf mobile Übertragungstechnologien dar: mobiles Internet ist drauf und daran, der Megatrend der kommenden Jahre zu werden. Dafür spricht neben den technischen Möglichkeiten vor allem ein genereller Trend in der Gesellschaft hin zu mehr Mobilität und mehr Flexibilität in Beruf und Alltag.

Internet mobil nutzen

Mit den mobilen Übertragungsstandards GPRS, UMTS und jetzt auch HSPA sind die Betreiber der Handy-Netze dazu übergegangen auch Internet-Provider für viele Handy- und Notebooknutzer zu werden. Spezielle UMTS Tarife dienen derzeit der Refinanzierung der nicht unerheblichen Kosten, die in den Aufbau der Strukturen gesteckt werden mussten, um mobile Datenübertragungen zu ermöglichen und für eine breite Masse attraktiv zu gestalten.

Wenn diese Entwicklung weiter geht, dann wird schon bald das mobile Internet dem Festnetz-Internet auf DSL-Basis Konkurrenz machen. Schon jetzt ist man bei T-Mobile, Vodafone und co. drauf und dran, dem Festnetz in Punkto Übertragungsgeschwindigkeit, Tarifkosten und Verfügbarkeit Paroli zu bieten. Beim gegenwärtigen Grad des Netzausbaus könnte schon in wenigen Jahren ein Punkt erreicht sein, wo es sich für Festnetzbetreiber nicht mehr lohnt, Gebiete mit DSL zu versorgen und Mobilfunkbetreiber mit weniger Infrastruktur-Aufwand in die Bresche springen könnten.

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