Telekommunikation

Telefonanlagen nicht nur für Großkonzerne

Als Alexander Graham Bell (1847 - 1922) im Jahre 1876 ein Patent für sein erstes Telegraphensystem anmeldete, konnte er auch nicht im Entferntesten ahnen, welche Entwicklung seine Erfindung in den nächsten 130 Jahren durchlaufen würde. Schnell war damals klar, dass es sich hier um eine, die Welt verändernde Technik ging, deren Weiterentwicklung nicht mehr aufzuhalten war.
So gab es beispielsweise im Jahre 1897 in Deutschland schon 529 Orte mit Telefonanlagen und über 140.000 Sprechstellen. Die Verbindungen wurden über manuelle Vermittlungen erst unter Mitwirkung Hunderter von Angestellten möglich. Diese Mitarbeiter übernahmen die Verbindung des Anrufers zum Anrufempfänger. Sie stöpselten sozusagen die Anschlüsse hin und her.
Erst nach dem ersten Weltkrieg machte die Entwicklung des Telefons wieder einen großen Sprung. In dieser Zeit verbreiteten sich nun automatisierte Vermittlungsanlagen und Selbstwahlsysteme.
Im Jahr 1960 wurde dann die digitale Übertragung zwischen den Telefonzentralen mittels PCM30-Technik eingeführt und es kam, neben vielen Firmengründungen in dieser Sparte, auch zur Gründung der Firma Auerswald Telefonanlagen.
Aufgrund extrem hoher Anschaffungs- und Betriebskosten waren Telefone oder Telefonanlagen zu dieser Zeit doch immer noch eher den Großkonzernen und den Reichen vorbehalten und somit für den Durchschnittsbürger nicht finanzierbar.
Erst in den 80er und 90er Jahren wurden Telefonanlagen nun endlich auch für Privathaushalte und kleine Gewerbebetriebe interessant und bezahlbar, da jetzt immer mehr Firmen sich auf diesen Markt drängten und ihre Telefonanlagen verkaufen wollten und dadurch der Wettbewerb den Preis nach unten regelte.
Wer zum Beispiel im Internet den Suchbegriff Telefonanlagen Düsseldorf eingibt, stellt fest, dass sich alleine in Düsseldorf ca. 50 Unternehmen oder Betriebe mit Telefonanlagen befassen.
Doch nicht nur der Wettbewerb, sondern auch ständig sinkende Preise bei den Telefonanlagenbestandteilen lassen das Telefonieren wohl auch in Zukunft finanzierbar bleiben. Denn es gibt heute kaum einen Haushalt, der nur über einen analogen Telefonanschluss verfügt, fast jeder Haushalt hat einen Internetzugang. Und das nicht über ein Modem, wie in den Anfangszeiten, sondern über den so genannten ISDN-Zugang. Denn: je schneller, desto besser.

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