Zebrafinken - quirlige Exoten
Prachtfinken, die quirligen Exoten, die zu der Gruppe der Sperlingsvögel zählen sind ursprünglich in Australien, Süd- und Südostasien, Neugininea, auf den Philippinen und einigen Inseln des Westpazifiks zu Hause. Wo sie Steppen, Wälder, Sümpfe und Schilddickichte bewohnen und in Schwärmen auf der Suche nach Futter und Wasser umher ziehen.
Der Zebrafink ist der bekannteste der ca. 130 Prachtfinkenarten. Der aus Australien stammende Vogel ist durch seine einfache Haltung bestens für den Anfänger geeignet. Wer sich einen Prachtfink bzw. Zebrafink anschaffen möchte sollte sich vorab ausführlich informieren und sich zum Beispiel auch in einem Haustier-Forum umsehen, dort findet man sehr viel Hilfe von anderen Vogelbesitzern und kann sich jede Menge Tipps geben lassen.
Ihren Erfolg als Stubenvögel verdanken die Zebrafinken ihrem großen Charme. Sie präsentieren sich in ihrer kecken Art voller Witz und Unternehmungslust. Sie sind ständig auf Achse und ihr sanftes Zirpen und Piepen schmeichelt den Ohren - im Gegensatz zu dem lauten Schreien von Papageien wie Aras oder von Nymphensittichen.
Prachtfinken “erzählen” fast den ganzen Tag, um ihren Partner bei Laune zu halten und die Bindung zu stärken. Entsprechend panisch hören sich ihre Rufe auch an, wenn sie sich mal kurz nicht sehen. Hohe, schrille Töne fordern dann den Partner auf sich zu melden und zurück zu kommen. Neben diesen Rufen haben die Kleinen auch noch ein ganze Palette von Tönen auf Lager, wie Distanzrufe, um den Schwarm zusammen zu halten, Balz-, Nest- und Warnrufe.
Das Zebrafink-Männchen erkennt man an seinem orangebraunen Ohr-Fleck und den schwarzen Wellenlinien auf Kinn, Kehle und Brust. So keck wie sie aussehen, so verhalten sie sich auch. Die zierlichen Quirle sollten immer paarweise gehalten werden. Sie schließen sich nicht dem Menschen an und benötigen daher auf jeden Fall Artgenossen. Beim Kauf sollten die Vögel die Jugendmauser hinter sich haben und ein halbes Jahr alt sein. Ihre Ernährung besteht aus dem handelsüblichen Exotenfutter, Kolbenhirse, tierisches Eiweiß, Keim- und Grünfutter sowie ungespritztes Obst und Gemüse.
Da Prachtfinken sich nicht dem Menschen anschließen, und nicht stundenlang beschäftigt werden müssen, sind sie übrigens auch sehr gut für Berufstätige geeignet. Die kleinen Exoten sind eher froh, wenn sie ihre Ruhe haben und sind glücklich, wenn sie nur beobachtet werden. Wer allerdings eher Vögel sucht, mit denen er sich beschäftigen muss, sollte sich eher in Richtung Wellensittich oder Papagei orientieren.
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