Lassithi Hochebene
Auf 800 Metern Höhe liegt im Diktigebirge auf der griechischen Insel Kreta die fruchtbare Hochebene Lassithi. Sie hat in etwa eine Fläche von 50 Quadratkilometern. Bis etwa im Jahr 1970 pumpten Windmühlen beziehungsweise Windräder das Grundwasser zur Bewässerung auf das bestellte Land. Noch immer werden von den Reiseleitern der einschlägigen Veranstaltern und Agenturen in den Ortschaften mit diesem idyllischem Anblick geworben. Doch der Schein trügt, Reisebusse karren einen zwar seit jeher zu den Plätzen, wo immer noch hunderte Windräder stehen, doch hier arbeitet keine mehr mit der Kraft der Natur. Motorkraft sorgt jetzt dafür, das Wasser an die Oberfläche gelangt. Trotzdem ist diese Tour sehr reizvoll, allerdings sollte man sie besser auf eigene Faust organisieren, da eine Führung hier mehr Charme nimmt, als wissenswerte Details zu liefern. Eine schöne Atmosphäre erhält man, wenn man eine Rundfahrt um die 5 mal 10 Kilometer der Hochebene auf sich wirken lässt. Wer mag, sollte am Ende des Ortes Zénia, wenn man im Uhrzeigersinn gefahren ist, einen kleinen Abstecher in die Taverne Mountsounás machen. Hier erfährt man griechische Gastfreundschaft der besonderen Art und einen ausgezeichneten Raki, ein typisches Urgestein gibt hier gerne Tipps zu weiteren Ausflügen. Das lohnenswerteste auf der Lassithi Hochebene ist eine Tropfsteinhöhle, die von Mai bis September geöffnet ist. Der Legende nach zogen hier im 2. Jahrtausend vor Chr., Ziegen den Göttervater Zeus auf, weil seine Mutter Angst hatte auch er würde von seinem Vater Kronos gefressen werden. Ob der Aufstieg zur Höhle lieber zu Fuß oder gegen Euros auf einem Esel passender ist, muss jeder selbst entscheiden. Übrigens, Korfu ist auch eine Reise wert!
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