Neue Abgeltungssteuer bedroht die Altersvorsorge
Ab dem 1.Januar 2009 wird sich für viele Sparer und Anleger so einiges ändern. Denn mit der zur großen Steuerreform gehörenden Abgeltungssteuer müssen ab diesem Zeitpunkt pauschal 25 Prozent auf alle Zinsen, Dividenden und Kursgewinne an das Finanzamt abgegeben werden. Durch den Solidaritätszuschlag und einer eventuellen Kirchensteuer kann der abgebende Anteil sogar auf bis zu 29 Prozent steigen.
Diese Ankündigung führte in der letzten Zeit zu einem wahren Aufschrei und einer großen Ungewissheit um die eigene private Altersvorsorge. Vor allem Anleger von Aktien und Aktienfonds werden von der neuen Steuer extrem belastet. Denn bei dieser Form der Altersvorsorge fällt ab 2009 die Spekulationsfrist weg. Diese gewährt bisher steuerfreie Kursgewinne, wenn man mindestens ein Jahr im Besitz der Wertpapiere war, bevor sie wieder verkauft wurden. Mit der neuen Regelung muss für die Gewinne die volle Abgeltungssteuer von 25 Prozent gezahlt werden. Allerdings gilt das nur für die Kapitalanlagen, die nach dem 31.Dezember 2008 gekauft werden.
Wer vorher mit Aktien, festverzinslichen Wertpapieren oder Aktienfonds vorsorgt, der wird nach dem bisherigen Verfahren behandelt. Um hierfür die besten Angebote zu finden, ist ein Anlageberater oder ein Versicherungsvergleich sehr empfehlenswert.
Bei den beiden staatlich geförderten Vorsorgeformen Riester und Rürup bleibt die Ansparphase steuerfrei und erst mit der Auszahlung wird die Abgeltungssteuer fällig. Sollte der eigene Einkommenssteuersatz dann allerdings unter 25 Prozent liegen, fällt die Abgeltungssteuer weg und die Gewinne müssen nur mit dem eigenen Steuersatz versteuert werden.
Auch mit einer privaten Rentenversicherung braucht man keine großen Abgaben befürchten. Denn wenn der Rentenversicherungsvertrag länger als 12 Jahre läuft und eine Auszahlung erst nach dem 60. Lebensjahr beginnt, ist nur die Hälfte der Steuern zu zahlen – somit also 12,5 Prozent.
Wer fürs Alter mit Immobilien oder Immobilienfonds vorsorgt, für den ist die neue Abgeltungssteuer überhaupt kein Thema, denn diese Vorsorgeform bleibt davon verschont. Es ist also zukünftig sehr wichtig mit der richtigen Strategie an die private Altersvorsorge heranzugehen, um sich den Lebensstandard auch für spätere Jahre zu erhalten.
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