Versicherungen

Was bringt eine private Krankenversicherung?

Wer in Deutschland krankenversichert ist, hat die Wahl zwischen zwei Formen der Versicherung: zum einen gibt es da die gesetzliche Krankenversicherung, kurz GKV, in der ein Großteil der Bevölkerung Mitglied ist, und die private Krankenversicherung (PKV). Um Mitglied bei der Letztgenannten zu werden, müssen einige grundsätzliche Voraussetzungen gegeben sein – nicht jeder wird hierin aufgenommen.

Für Angestellte ist eine der wichtigsten Voraussetzungen das Gehalt. Nur wer über ein Bruttojahreseinkommen von derzeit 47.000 Euro verfügt hat Zutrittsrecht. Sonderregelungen gelten für Studenten und Selbstständige. Zudem fordern private Krankenkassen ihre potenziellen neuen Mitglieder zu einem umfangreichen Gesundheitscheck auf. Nur wer diesen besteht, kann aufgenommen werden. Sollten chronische Krankheiten oder akute Beschwerden vorliegen, ist dies ein Grund, Bewerber abzulehnen. Einmal in der privaten Krankenkasse drin, profitiert man von einer erstklassigen medizinischen Betreuung. Wie bei allen anderen Krankenversicherungen, bezahlt man auch bei der PKV einen monatlichen Beitrag – die Höhe des Gehaltes spielt bei der Einstufung jedoch keine Rolle. Stattdessen werden Faktoren wie Geschlecht und Alter berücksichtigt. Daher lohnt sich der Eintritt zumeist nur in jungen Jahren, da die monatlichen Beiträge sonst zu teuer werden. Die Entscheidung für private Krankenkassen ist in der Regel eine Entscheidung für´s Leben: denn den Rückwechsel in eine der gesetzlichen Kassen ist nur dann möglich, wenn sich die Lebensumstände des Versicherten grundlegend ändern. Ein möglicher Grund, der akzeptiert wird, ist der Verlust des Arbeitsplatzes und eine damit verbundenen Arbeitslosigkeit. Auch Eltern sollten sich den Schritt in Richtung private Krankenversicherung überlegen, denn Kinder werden nicht automatisch mitversichert so wie es in der gesetzlichen Krankenkasse der Fall ist.
Veronika Dohmen, vdohmen@yahoo.de

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